Geschichte der Dorfschulen im Wendland
Wir treffen uns in der Regel mittwochs und im Laufe des Abends trifft man uns im Wendel in Lüchow. Dabei können Interessierte noch Einfluss auf unsere zukünftigen Arbeitsthemen nehmen. Im Vordergrund steht zunächst die Auswertung von vorhandenen Schulchroniken und die Sammlung von weiteren Unterlagen zur Geschichte der Dorfschulen.
Zum Rundlingstag 2011 (www.rundlingsverein.de) in Kriwitz, der mit einer Vortragsreihe zu eben diesem Thema "Dorfschulen" stattfand, konnte die Geschichtswerkstatt mit einigen Details beitragen. So konnte B. Kulow im einleitenden Vortrag den relativ frühen Übergang von "Reiheschulen" zu dauerhaften Schulräumen und Schulhäusern am Beginn des 17. Jahrhunderts darstellen und die bald flächendeckenden schulischen Einrichtungen unter kirchlicher Aufsicht für alle Dörfer der Region verdeutlichen.
Im Vortrag von Martina Ehlert über die Entwicklung der Schule von Plate stand das älteste erhaltene Schulgebäude im Mittelpunkt.

Sie berichtete über Recherchen zum Alter des Gebäudes, das aus alten Urkunden und Chroniken nicht ganz eindeutig hervorgeht. Ihr Fazit:
Das noch bestehende Gebäude wurde 1725 gebaut. Aber schon 1629 hat es ein Schulgebäude gegeben, das vielleicht an anderer Stelle gestanden hat.

Die offene Frage wurde an Rundlingsverein und IG Bauernhaus weitergegeben, in der Hoffnung, dass eine dentrochronologische Untersuchung finanziert und damit das tatsächliche Alter des Gebäudes festgestellt werden kann.
Die für beide Seiten erfreuliche Zusammenarbeit zwischen Geschichtswerkstatt und Rundlingsverein soll weitergeführt werden. So bietet es sich an, dass die Geschichtswerkstatt sich an der Durchführung einer geplanten Ausstellung zur KLP 2012 über die wendländischen Bauernhäuser und Rundlinge beteiligt.
Abgeschlossene Arbeit der Geschichtswerkstatt zur Sportgeschichte